FMK: Endlich wieder Urlaub! Smartphone ist der wichtigste Begleiter

FMK: Endlich wieder Urlaub! Smartphone ist der wichtigste Begleiter

Euro-Notruf-Nummer 112 funktioniert auch bei schlechter Netzabdeckung / Kostenlose FMK-Notruf-App installieren / Sperrhotline-Nr. separat notieren

Wer getestet, geimpft oder genesen ist, kann den Sommer wieder in vollen Zügen genießen, einem Urlaub in Österreich steht damit nichts entgegen, auch in vielen anderen Ländern ist Urlauben wieder möglich.

Das Smartphone als Troubleshooter

Neben dem Zugriff auf die sozialen Medien um mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben, ist der wichtigste Aspekt des Smartphones die Möglichkeit, einen Notruf abzusetzen. In Österreich sind alle dreistelligen Notrufnummern, also auch die der beiden großen Automobilklubs, kostenfrei.

Verlässlichster Begleiter im alpinen Gelände: der Euro-Notruf 112

Die Euro-Notruf-Nummer 112 sollte auch für einen Österreich-Urlaub gespeichert werden. Denn mit dieser Nummer kann selbst dann ein Notruf abgesetzt werden, wenn das Heimnetz – etwa in unbewohnten alpinen Gebieten – nicht erreichbar, aber zumindest irgendein Netz in Reichweite ist. Der Verbindungsaufbau über das Fremdnetz funktioniert vollautomatisch. Darüber Hinaus werden Anrufe über die Euro-Notruf-Nummer 112 von den Mobilfunk-Netzen priorisiert, das bedeutet, dass ein 112-Notruf vorrangig gegenüber allen anderen Verbindungen behandelt wird. Der Euro-Notruf 112 kann auch ohne Vertrag oder Guthaben abgesetzt werden.

Die verschiedenen Notrufnummern sind im Ausland sehr unterschiedlich. Deshalb gilt der Euro-Notruf 112 als internationale Notrufnummer. Wird irgendwo in Europa die 112 gewählt (immer ohne Vorwahl wählen!) dann verbindet das System automatisch zur nächstgelegenen Notruf-Zentrale. In Österreich sind das die Leitstellen der Polizei.

Kostenlose FMK-Notruf-App für Android-Smartphones

Mit der FMK-App, die auch ohne Datenverbindung funktioniert, werden die wichtigsten österreichischen Notrufnummern gespeichert, die mittels eines Icons im Notfall direkt wählbar sind. Die App ist zwar vorrangig für Notrufe in Österreich konzipiert, mit dem Euro-Notruf 112 ist sie aber auch international verwendbar. Zusätzlich lässt sich ein ICE-Kontakt festlegen, der am Sperrbildschirm des Telefons angezeigt wird und von Ersthelfern gelesen werden kann. ICE (In Case of Emergency)-Kontakte sind Personen, die im Notfall informiert werden sollen. Darüber hinaus kann über diese Nummer jemand erreicht werden, falls das Smartphone verloren geht.

Bildschirm-Sperre aktivieren / Hotline-Nr. des Netzbetreibers separat notieren

Im Falle eines Verlustes oder Diebstahls des Smartphones sollte so rasch wie möglich die Betreiber-Hotline angerufen werden, um die SIM-Karte zu sperren. Dazu sollte die Nummer der Netzbetreiber-Hotline separat notiert werden, denn im Handy gespeichert ist das in diesem Fall natürlich sinnlos. Um Missbrauch bis zur Sperre der SIM-Karte zu verhindern, muss zumindest die Bildschirmsperre aktiviert sein, um eine unberechtigte Nutzung zu verhindern.

Für den Urlaub im Ausland: Internationale Vorwahlen einspeichern

Gespeicherte Rufnummern funktionieren im Ausland nur im internationalen Format: aus beispielsweise 06(…..) wird +436(…..). Deshalb ist es ratsam, zumindest die wichtigsten Kontakte zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

EU-Roaming „Roam like at Home“ gilt nicht überall

Im EU-Ausland gilt die „Roam like at Home“-Regelung für alle, die ihr Smartphone oder Handy nicht überwiegend im Ausland nutzen. In Nicht-EU-Staaten, wie seit Anfang des Jahres auch in Großbritannien, sind die Roaming-Regelungen betreiberabhängig unterschiedlich. Das FMK empfiehlt, sich vor Reiseantritt auf der Website des eigenen Netzbetreibers zu informieren und die meist angebotenen Roaming-Zusatzpakte zu nutzen. Unangenehme Überraschungen bei der Nutzung von Datendiensten gehören dennoch der Vergangenheit an. Denn sobald für die Nutzung ein Rechnungsbetrag von EUR 60,- ansteht, wird man via SMS informiert. Ein Überschreiten dieses Betrages ist nur nach Bestätigung möglich.

Vorsicht bei der Nutzung der Mobilbox außerhalb der EU

Ein nicht angenommener Anruf, der an die Mobilbox weitergeleitet wird, kann außerhalb der EU zu Kosten führen, selbst wenn die hinterlassene Nachricht nicht abgehört wird. Das FMK empfiehlt, die Mobilbox in diesem Fall zu deaktivieren, wenn diese Funktion nicht unbedingt benötigt wird.

Gregor Wagner

Pressesprecher
Forum Mobilkommunikation – FMK
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