TNO Studie

Hintergrund

Im Jahre 2003 publizierten Zwamborn et. al vom niederländischen TNO-Institut eine Studie, wonach ein Zusammenhang zwischen der Exposition mit UMTS- ähnlicher Strahlung und einer Verminderung des Wohlbefindens sowohl bei elektrosensiblen als auch nicht-elektrosensiblen Versuchspersonen gefunden, sowie einer Verbesserung der Leistungen in einzelnen Erinnerung-Tests gefunden wurde.

Die TNO-Studie war nicht nur in den Niederlanden Auslöser für heftige Debatten bei der Errichtung von UMTS-Sendeanlagen. Sie hat in der Schweiz in einzelnen Gemeinden sogar zu Ausbau-Moratorien geführt. Von wissenschaftlicher Seite werden aber Schwächen im Studien-Design, in der Methodik und in der Auswertung bemängelt.
Um diesen Befund zu überprüfen, wurde in der Schweiz versucht, die TNO-Studie mittels einer im Design verbesserten Studie zu wiederholen.

Die aktuell veröffentlichte TNO- Replikationsstudie der Universitäten Zürich und Bern findet keine Hinweise auf Störungen des Wohlbefindens durch UMTS- Signale. Dies ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass die geltenden Grenzwerte die Bevölkerung ausreichend schützen.

Kritisierte Punkte wie z.B. die geringe Personenanzahl wurden daher korrigiert (117 statt 48), Methodik und Analytik verbessert und eine wissenschaftliche Begleitung durch ein Expertenteam eingesetzt. Somit sind die Ergebnisse der Schweizer Studie belastbarer als die der TNO Studie.

Die Schweizer Wissenschafter setzten 2 unterschiedliche Feldstärken ein: Die untersuchten Personen waren eine Gruppe mit und eine ohne „Reaktion“ auf elektromagnetische Felder.
Weder die Versuchspersonen noch die Versuchsleitung wussten, zu welchem Zeitpunkt eine Person einer Befeldung ausgesetzt wurde. Wie die Schweizer Forscher herausfanden, führte nach 45 Minuten und verglichen mit der Kontrollbedingung keine der beiden Feldstärken zu einer Veränderung des Wohlbefindens. Auch konnte kein konsistenter Einfluss auf die kognitiven Leistungen nachgewiesen werden. Die Versuchspersonen waren zudem nicht in der Lage, die UMTS- Strahlung wahrzunehmen.

Die Forscher weisen aber darauf hin, dass die Resultate keine Rückschlüsse auf etwaige andere kurzfristige Effekte oder einen Zusammenhang zwischen einer langfristigen, chronischen Befeldung durch UMTS- Basisstationen und einem allfälligen Gesundheitsrisiko zulassen.