E-Netze

Ursprüngliche Bezeichnung für das GSM-Netz der Österreichischen Post

EDGE

Enhanced Data Rate for GSM Evolution. Verwendet 8 PSK (Phase Shift Keying; Phasenumtastung) als digitales Modulationsverfahren, um auf einer Trägerfrequenz eine Datenrate bis zu 384 kbit/s zu übertragen. Das hierfür nach dem Gesetz von Shannon erforderliche, um 7 bis 10 dB (Dezibel) höhere Signal-zu-Interferenz- Verhältnis ist nur in der Nähe von Basisstationen vorhanden. EDGE kann daher Funkzellen nicht flächendeckend erfassen. (Claude E. Shannon hat in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts erstmals die Begriffe "Information" und "Informationsübertragung" in einen quantitativen Zusammenhang gestellt. Wesentlicher Teil seiner Theorie ist das "Kanalcodierungstheorem". Es gibt die theoretische Grenze – die "Shannon-Grenze" - der kanalcodierten Informationsübertragung an.)

EFR

Enhanced Full Rate. Technischer Standard für optimierte Sprachqualität im Mobilfunk. EFR operiert mit einer Sprachcodierung, die für gleiche Übertragungsqualität wie im Festnetz sorgt. Störende Neben- und Umweltgeräusche werden unterdrückt. Um eine Optimierung der Sprachqualität zu erzielen, müssen sowohl Netz als auch Hardware mit der EFR-Technologie ausgestattet sein. Bei GSM wird die Sprache in digitale Zeichen umgewandelt, übertragen und beim Empfänger wieder zurückübersetzt. Der EFR-Code ist speziell zur natürlichen Übertragung der menschlichen Sprache optimiert. Sprachklang und die Sprachmelodie bleiben erhalten; die Sprache wird "wärmer". Der Großteil moderner Handys unterstützt den EFR-Standard.

Einbuchen

Anmeldevorgang des Mobiltelefons im Netz, wobei die Berechtigung des Teilnehmers zum Telefonieren überprüft wird.

elektromagnetische Felder

Transportmittel für den Informationsaustausch zwischen den Antennen von Handy und Basisstation sind elektromagnetische Felder, die sich mit Lichtgeschwindigkeit (rund 300.000 km in der Sekunde) wellenförmig ausbreiten. Die Schwingungen der Wellen werden in Hertz (Hz) gemessen. 1 Hz entspricht einer Schwingung in einer Sekunde. Europäische GSM-Mobilfunknetze werden mit Frequenzen in den Bereichen von 900 und 1800 Megahertz (MHz) betrieben. (1 MHz ist eine Million Hz). Schwingungen zwischen 30 Kilohertz (kHz; 1 kHz sind 1.000 Hz) und 300 Gigahertz (GHz; 1 GHz sind eine Milliarde Hertz) liegen im Hochfrequenzbereich. Elektromagnetischen Felder mit hohen Frequenzen (Microwellen, Mobiltelefone, Fernseh- und Rundfunksender, Radargeräte) werden in Watt pro Quadratmeter (W/m²) gemessen. Die Elektromagnetische Felder setzen sich aus zwei Feldarten zusammen: Aus elektrischen Feldern, die von der elektrischen Spannung verursacht werden und aus magnetischen Feldern, die durch den fließenden elektrischen Strom entstehen. Im Hochfrequenzbereich sind beide Feldarten untrennbar mit einander verbunden: Sie lösen sich von der Quelle (der Antenne) und breiten sich - abhängig von der Antennenform - gebündelt (Richtfunk) oder allseitig (Rundfunk) in den Raum aus.

elektromagnetische Strahlung

Räumlich und zeitlich veränderliches Feld, das durch elektrische und magnetische Feldstärken beschrieben wird und sich von einer Strahlungsquelle (Antenne) ausbreitet.

Elektromagnetismus

Zusammenfassende Bezeichnung für das Phänomen der elektrischen und der magnetischen Felder. Der Begriff „Feld“ wird in der Physik zur Beschreibung von Krafteinwirkungen im Raum verwendet. Elektrische und magnetische Felder kommen auch in der Natur vor, zum Beispiel bei Gewittern (Blitzentladung) und als Magnetfeld der Erde. Die Gesamtheit der elektromagnetischen Felder bildet das elektromagnetische Spektrum, das von der Niederfrequenz (z.B. Wechselstrom) über die Hochfrequenz (z.B. Mobilfunk) bis in den ionisierenden Bereich (z.B. Röntgenstrahlung) reicht.

Elektrosensibilität

Manche Menschen, die in der Nähe einer Basisstation leben, klagen über körperliche oder seelische Beschwerden wie Migräne, Schlaflosigkeit oder Depressionen und führen dies auf die Einflüsse elektromagnetischer Felder zurück. Die Wirkung elektromagnetischer Felder auf das Wohlbefinden - wenn es sie gibt - konnte bisher wissenschaftlich nicht gesichert werden. In Versuchsreihen wurden "elektrosensible" Personen ohne ihrem Wissen elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Dabei haben die Forscher keine auffallenden Reaktionen festgestellt. Trotzdem könnten nach Schätzungen 0,1 bis 2 Prozent der Bevölkerung "elektrosensibel" sein. In ihrem Interesse sollte sich die medizinische Forschung auch mit anderen möglichen Ursachen dieses Leidens auseinandersetzen.

Elektrosmog

Wortschöpfung mit einer Kombination aus Smoke (Rauch) und Fog (Nebel). Sie soll die Assoziation zu "Smog" als Luftverunreinigung durch photochemische Prozesse herstellen und eine Umweltbelastung - vor allem eine Belastung des Menschen - durch (technisch erzeugte) elektromagnetische Felder suggerieren. Mittlerweile hat sich dieser Begriff so eingebürgert, dass ihn sogar seriöse Wissenschaftler verwenden. Korrekt spricht man von elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) im Umweltbereich.

EMS

Enhanced Messaging Service. Weiterentwicklung von SMS und Vorstufe zu MMS. Neben Textnachrichten können auch kleine Bilder (schwarz/weiss), einfache Töne und Animationen versendet werden. Kurznachrichten, die länger als 160 Zeichen sind, werden in Segmente mit 160 Zeichen zerlegt, blockweise versendet und im (EMS-tauglichen) Handy des Empfängers wieder zusammengefügt. Adressaten mit einem Mobiltelefon ohne EMS-Funktion können von einer multimedialen Nachricht nur den Textteil empfangen.

ETSI

European Telecommunications Standards Institute. Gegründet 1988. Gibt europaweit gültige Standards für die Telekommunikation heraus. Im Regelfall werden hierzu internationale Empfehlungen an europäische Bedürfnisse angepasst.