Grenzwerte und Intensität der Immissionen

Die Exposition (das Ausgesetztsein gegenüber Umwelteinflüssen) der Bevölkerung durch hochfrequente elektromagnetische Felder hängt von der Entfernung zur Sendeantenne und der für jede Antenne unterschiedlichen Sendeleistung ab, die ohne Fachkenntnisse und spezielle Messgeräte nicht feststellbar ist. 

Regelmäßige Messungen der Fernmeldebehörden in ganz Österreich zeigen, dass die tatsächlichen Immissionen deutlich unter den Grenzwerten liegen. Zusätzlich wurden vom TÜV Österreich bisher drei Messreihen durchgeführt, deren Ergebnisse unter „Mobilfunk Messreihe“ abrufbar sind.

Die geltenden Grenzwerte wurden von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP-International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection - Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) erarbeitet, von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übernommen, von der Europäischen Union (EU) empfohlen und in Österreich verbindlich in der ÖVE/Ö-Norm E 8850 umgesetzt.

Diese Grenzwerte entsprechen auch dem in der Diskussion immer wieder geforderten Vorsorgeprinzip. Der von ICNIRP aus gesundheitlicher Sicht festgestellte, unbedenkliche Immissionswert wurde zur Festlegung des gültigen Grenzwertes um den Faktor 50 gesenkt, um auch für noch unbekannte Wirkungen einen 50-fachen Sicherheitsfaktor für die Allgemeinbevölkerung bei dauerndem Aufenthalt zu gewährleisten. Damit ist nach übereinstimmender Meinung aller Experten auf diesem Gebiet der Gesundheitsschutz auch für empfindliche Personengruppen wie Kranke, Kinder, Schwangere und ältere Menschen gesichert.